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Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht 2016

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

Anlässlich des Bundesweiten Aktionstages gegen die Glücksspielsucht startet das senatsgeförderte Präventionsprojekt Glücksspiel der pad gGmbH seine WhatsApp-Beratung zum Thema Glücksspielsucht für Jugendliche und junge Erwachsene


Kommerzielle Glücksspielangebote und selbstorganisiertes Glücksspiel gehören längst zur Lebenswirklichkeit vieler junger Heranwachsender: Obwohl die Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen erst ab 18 Jahren erlaubt ist, haben nicht wenige Minderjährige bereits gewerbliche Glücksspiele genutzt. Die Teilnahme an illegalen Sportwetten unter jungen Männern hat deutlich zugenommen. Problematisches oder pathologisches Glücksspiel ist am häufigsten bei Männern zwischen 21 und 25 Jahren zu finden. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da ein früher Einstieg das Risiko für die Entwicklung eines pathologischen Glücksspielverhaltens im Erwachsenenalter erhöht.


Mit der WhatsApp-Beratung zum Thema Glücksspielsucht unter +49 152-56 18 02 85 will das Präventionsprojekt daher vor allem Jugendliche und junge Erwachsene erreichen. WhatsApp zählt unter jugendlichen Online-Nutzer_innen zu den beliebtesten sozialen Medien und wird als Kommunikationsmittel rege genutzt. Die Erstberatung via WhatsApp ermöglicht den jungen Erwachsenen einen unkomplizierten, flexiblen Zugang zu Informationen rund um das Thema Glücksspielsucht und erleichtert insbesondere bei Berührungsängsten den ersten Schritt zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe.

„Ich freue mich sehr über dieses innovative Präventionsangebot für junge Menschen“, so Christine Köhler-Azara, Drogenbeauftragte des Landes Berlin. „Die niedrigschwellige WhatsApp-Beratung kann dazu beitragen, dass sie glücksspielbezogene Risiken bewusster wahrnehmen und bei Bedarf einen einfachen und frühzeitigen Kontakt zu Hilfemöglichkeiten finden.“

 


Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht von etwa 308.000 bis 676.000 Menschen mit problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten in Deutschland aus.
Um Glücksspielteilnehmende besser vor den Gefahren des Glücksspiels zu schützen, macht das Präventionsprojekt im Rahmen des Bundesweiten Aktionstages daher auch auf Sperrmöglichkeiten aufmerksam. In unmittelbarer Nähe zahlreicher Spielhallen und der Spielbank Berlin in der Hasenheide können Passanten auf einer riesigen Bodenzeitung ihre Gedanken zu Glücksspiel-Risiken äußern und erhalten kostenlose USB-Sticks mit Sperrformularen.


Das Präventionsprojekt Glücksspiel der pad gGmbH wird vom Land Berlin gefördert. Das Projekt ist berlinweit für glücksspielbezogene Information und Aufklärung zuständig und führt Kampagnen, Informationsveranstaltungen und kostenlose Schulungen durch. 

 
 
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